Wie arbeiten wir?

Psychomotorik in der Natur        Psychomotorik in der Halle            Psychomotorik XXL

In der psychomotorischen Förderung geht es darum, Mittel und Wege bereitzustellen, um den emotional und motorisch gesteuerten Handlungen des Kindes Raum und Zeit zu geben.

Der Begriff „Psychomotorik“ setzt sich zusammen aus den Bestandteile „Psyche“ und „Motorik“. Mit „Psyche“ sind die Seiten des Menschen gemeint, die sein Gefühlsleben ausdrücken, während „Motorik“ für das Körperliche, die Bewegung steht. Mit dem Begriff „Psychomotorik“ soll der engen Verbindung der beiden Bereiche Ausdruck verliehen und deutlich gemacht werden, dass die Bereiche Körper und Psyche untrennbar sind und sich gegenseitig beeinflussen. Dieser Gedanke bildet die Grundlage des pädagogisch-therapeutischen Konzepts der Psychomotorik.

In einer wertfreien und wohlwollenden Atmosphäre ist jedes Kind eingeladen, sich und seine Umwelt kennenzulernen. Dabei gibt die stabile Gruppe (gleiche Kinder, gleiche PsychomotorikerInnen) Stabilität und Verlässlichkeit, um sich ganz auf das Selbst-Erforschen einlassen zu können.

Die Psychomotorik-Stunden sind geprägt durch einen klaren Ablauf (gemeinsames Ankommen, Begrüßen, Fang- und Laufspiele, freie Spielzeit anhand eines Themas z.B. Ritterburg, Gletscherspalte, Mattensalat…) und  deutliche Regeln wie z.B. „Es darf niemand beleidigt oder gehauen werden!“, „Spielstop“.

Anhand dieses festen Rahmens gestalten die Kinder im Dialog untereinander sich ihre Stunde selbst. Es wird Raum geschaffen, um sich selbst körperlich wie auch seelisch zu erleben und zu experimentieren. In dieser vertrauensvollen, von Leistungsdruck befreiten Atmosphäre stehen die Freude und der Spaß an der Bewegung und am Spiel im Vordergrund, sodass jedes Kind seine eigenen Potentiale neu entdecken und nutzen lernt. Die Ansatzpunkte in der Psychomotorik sind orientiert an den Stärken und Fähigkeiten des Kindes und nicht an seinen Schwächen.

Das „Richtig oder Falsch“, das „Du musst…“ und „Das geht besser“ oder „Das geht so…“ wird vor der Türe gelassen, um Raum und Zeit zum Erforschen und Ausprobieren zu schaffen.

Durch die Kommunikation auf allen Ebenen und das In-Beziehung-Treten zu sich und zu Anderen werden die sozialen Kompetenzen spielerisch entwickelt und gefördert.

Unser Ziel ist es, Kindern „Lern-“ Räume zu bieten, in denen sie eigenständig und selbst gesteuert ihre Fähigkeiten auf der Körper-, Material-, und Sozialebene weiterentwickeln  und sich dadurch begreifbar und wirksam erleben können. Dazu gehört auch das Erkennen und Annehmen der eigenen Schwächen wie auch der der Anderen, um mit dieser „Kraft“ die Hürden des „Großwerdens“ positiv zu meistern.